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 Umgang mit Stress am Arbeitsplatz: Positive Ereignisse und positive Reflexion

Umgang mit Stress am Arbeitsplatz: Positive Ereignisse und positive Reflexion

Termindruck,  Überstunden, Konflikte mit dem Vorgesetzten: Stress am Arbeitsplatz scheint häufig unvermeidbar. Glücklich kann sich schätzen, wem auch positive Dinge am Arbeitsplatz widerfahren, denn diese mildern Stresserleben ab. Wer sich dazu noch diese positiven Ereignisse bewusst macht, geht besonders günstig mit Belastung um.

Die negativen Auswirkungen von Stress auf die physische und psychische Gesundheit von ArbeitnehmerInnen sind durch zahlreiche Forschungsbefunde bekannt.  Stress hat dadurch auch ökonomische Auswirkungen für Unternehmen und die Volkswirtschaft. Der Abbau von Stressauslösern ist wünschenswert. Wenn diese Strategie jedoch an Grenzen stößt, ist Wissen über Schutzfaktoren und abmildernde Effekte der Stressbelastung gefragt.

In einer Studie von Bono, Glomb, Shen, Kim und Koch (2013) wurde die Fluktuation von Stress bei 61 Arbeitnehmerinnen drei Wochen lang beobachtet. Um Stress umfassend zu betrachten, wurden das subjektive Stresserleben,  unterschiedliche Gesundheitsbeschwerden, Blutdruck und die Fähigkeit erfasst, nach der Arbeit gedanklich abzuschalten. Im Zentrum der Untersuchung stand die Beeinflussung dieser Stressanzeiger durch positive und negative Ereignisse am Arbeitsplatz.  Mithilfe von kurzen Abfragen per Mobiltelefon im Tagesverlauf und einem längeren Telefoninterview am Abend wurden alle relevanten Informationen erfasst. In der dritten Erhebungswoche baten die Forscherinnen die Teilnehmerinnen zusätzlich, täglich eine Reflexion durchzuführen:  Kurz vor Feierabend sollten sie zu drei positive Ereignissen schriftlich ausführen, warum dieses Ereignis für sie positiv waren.

Die Ergebnisse bestätigen den stressverstärkenden Effekt von negativen Ereignissen und zeigen zusätzlich, dass positive Ereignisse das Gegenteil bewirken: Je mehr positive Ereignisse an einem Arbeitstag eintraten, desto geringer fielen sowohl direkte körperliche Stressreaktionen als auch zeitverzögerter Stress am Abend aus (subjektives Stresserleben, gedankliches Abzuschalten, Blutdruck, körperliche Beschwerden). Die Reflexion über positive Ereignisse hatte dabei einen vergleichbaren Effekt wie die positiven Ereignisse selber. An den Arbeitstagen, an denen die Teilnehmerinnen die Reflexion tatsächlich durchführten, verringerten sich die Stressmaße verglichen mit Tagen ohne die Reflexion.

Leider haben wir Menschen die vermutlich angeborene Tendenz, mehr auf negative als auf positive Ereignisse zu achten. Diese Aufmerksamkeitsverzerrung rührt vermutlich aus der Entstehungsgeschichte des Menschen, wo die Beachtung möglicher Gefahren einen direkten Überlebensvorteil darstellte. Die Aufmerksamkeitsverzerrung resultiert jedoch in vermehrtem Stress. Wem diese Kosten zu hoch erscheinen, mag sich durch die von Bono und ihren Kolleginnen angeregte Reflexion inspirieren lassen. Die Studie impliziert auch Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung: Besprechungen jeder Art bieten Gelegenheit, Raum für die Rezeption und Reflexion positiver Ereignisse und Erfolge zu schaffen.

Quelle:

Leider haben wir Menschen die vermutlich angeborene Tendenz, mehr auf negative als auf positive Ereignisse zu achten.

Diese Aufmerksamkeitsverzerrung rührt vermutlich aus der Entstehungsgeschichte des Menschen, wo die Beachtung möglicher Gefahren einen direkten Überlebensvorteil darstellte. Die Aufmerksamkeitsverzerrung resultiert jedoch in vermehrtem Stress. Wem diese Kosten zu hoch erscheinen, mag sich durch die von Bono und ihren Kolleginnen angeregte Reflexion inspirieren lassen. Die Studie impliziert auch Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung: Besprechungen jeder Art bieten Gelegenheit, Raum für die Rezeption und Reflexion positiver Ereignisse und Erfolge zu schaffen.

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Bono, J. E., Glomb, T. M., Shen, W., Kim, E., & Koch, A. J. (2013). Building positive resources: Effects of positive events and positive reflection on work stress and health. Academy of Management Journal, 56(6), 1601-1627.

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